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Magenband-OP - Abnehmen durch das Magenband - risikoarm - Adipositas

Was ist ein Magenband?
Ein von außen verstellbares Band verengt den Magen knapp unterhalb der Speiseröhre, reduziert so die Magenkapazität und schränkt die Nahrungsaufnahme entscheidend ein. Es entsteht ein kleiner Vormagen, der sich schnell füllt. Der gefüllte Magen funkt ein Signal zum Gehirn, das ein Sättigungsgefühl herstellt.
Das schwedische Magenband kann auf grund seiner Eigenschaften ein Lebenlang im Körper des Patienten verbleiben.

Vorteile des Magenbands
Die Verkleinerung des Magens ist eine “technische Essbremse”. Das Magenband macht es unmöglich, weiterhin so viel zu essen wie vorher. Dennoch gelangt die Nahrung auf normalem Weg in den Körper. Auswertung und Verdauung der Nahrung finden auf natürlichem Wege statt. Langjährige Erfahrungen haben gezeigt, dass sich ein schwedisches Magenband problemlos mit der Schlüsselloch-Technik einsetzen lässt. Der Patient hat nur wenige kleine Schnitte, kaum Schmerzen, kann zügig wieder aufstehen und das Krankenhaus nach wenigen Tagen verlassen.

Von allen Operationen zur Reduzierung des Magenvolumens ist das schwedische Magenband am risikoärmsten. Der Magen wird nicht permanent durchtrennt oder abgeklammert. Da das Band mit der Schlüsselloch-Chirurgie eingesetzt wird, sind keine großen Hautschnitte erforderlich und es entstehen keine großen Narben.

Schwedisches Magenband – wie es funktioniert
Das verstellbare, sogenannte “schwedische Magenband” wird durch einen operativen Eingriff um den Magen gelegt und verringert so die Kapazität des Magens. Dadurch kann der Magen weniger Nahrung aufnehmen. Erhält der Körper weniger Nahrung, greift er seine eigenen Fettreserven an, um sich mit der notwendigen Energie zu versorgen. Das Resultat: Gewichtsverlust.

Von allen chirurgischen Verfahren ist diese Methode die einfachste und mit dem niedrigsten Komplikationsrisiko. Ein großer Vorteil des Bandes liegt darin, daß sein Durchmesser auf die speziellen Bedürfnisse des jeweiligen Patienten eingestellt werden kann. Diese Methode der Mageneinengung hat sich als besonders zuverlässig und effektiv erwiesen und wird weltweit seit fast 20 Jahren erfolgreich eingesetzt. Es ist die am verbreitetste Methode in Europa.

Verdauung mit dem schwedischen Magenband
Der Verdauungstrakt besteht aus Mund, Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm. Nahrung, die über Mund und Speiseröhre in den Magen gelangt, wird dort vorübergehend gelagert. Der Verdauungsprozeß beginnt im Mund durch Beteiligung des Speichels und setzt sich im Magen fort. Enzymhaltige Magensäfte spalten die Nahrung auf und der Blutkreislauf transportiert die wichtigen Stoffe durch den Körper. Der Vorteil einer reduzierten Magenkapazität liegt auf der Hand: Kann der Magen nur wenig Nahrung aufnehmen, stellt sich schon bald ein Sättigungsgefühl ein. Zwischenmahlzeiten entfallen fast ganz.

Auf diese Weise kann man sich auf drei kleine Mahlzeiten am Tag beschränken. “Der kleine Hunger zwischendurch” entfällt fast ganz, denn das schwedische Magenband bindet auch die Hungerrezeptoren ab. Dennoch reicht die operative Magenverkleinerung allein nicht aus. Erst eine fettarme, ballaststoff- und vitaminreiche Ernährung stellen den Erfolg einer solchen Operation sicher. Die Motivation und der Wille müssen rundum stimmen. Auch gesteigerte Bewegung ist wichtig.

Funktion des schwedischen Magenbandes
Das schwedische Magenband ist aus Silikon. Es wird um den oberen Teil des Magens gelegt und schränkt die Magenkapazität erheblich ein. Da die Öffnung zum Restmagen und zum Verdauungstrakt verkleinert ist, verläßt die im Magen befindliche Nahrung den Magen verzögert und gelangt auch langsamer in den Darm. Deshalb tritt schon bald ein Sättigungsgefühl ein. Die Innenseite des Bandes ist auffüllbar mit einer Flüssigkeit (physiologische Kochsalzlösung).

Dieser auffüllbare Teil wird von einem so genannten Reservoir von außen gefüllt. Dieses ca. fünfcentstück-große Reservoir liegt unter der Haut und ist über einen feinen Schlauch mit dem schwedischen Magenband verbunden. Der Chirurg kann die Flüssigkeitsmenge im Band von außen kontrollieren. Dazu sticht er mit einer dünnen Nadel durch die Haut in das Reservoir. Ist das Band zu eng, zieht der Chirurg einen Teil der Flüssigkeit heraus.

Ist das Band zu locker (wenn Sie zu wenig abnehmen) und engt den Magen nicht genügend ein, kann das Band durch Hinzufügen weiterer Flüssigkeit enger gestellt werden. Für das Auffüllen der Flüssigkeit ist keine Narkose erforderlich. Dies kann in der Ambulanz erfolgen.

Vorbereitung
Vor der Operation sollte ein ausführliches Gespräch mit dem Chirurgen, einem Diätetiker, Physiotherapeuten und vielleicht auch mit einem Psychologen stattfinden. Bei diesen Gesprächen erfahren Sie, was während und nach der Operation geschieht.

Der Chirurg setzt nur dann ein schwedisches Magenband ein wenn klar ersichtlich ist, dass Sie Ihr Problem mit dem Übergewicht wirklich verstehen und entscheidend verändern wollen. Er wird die Operation erst dann vornehmen, wenn Sie das neue Essverhalten und den veränderten Lebensstil umsetzen wollen und bereit sind, aktiv an der Reduzierung Ihres Gewichts mitzuwirken.

Offene Operation
Es gibt seltene Fälle, in denen das schwedische Magenband nicht mit der Schlüsselloch-Technik eingesetzt werden kann, zB. wenn der Patient bereits eine Bauchoperation hatte und sich Gewebeverwachsungen gebildet haben. Dann wählt der Chirurg den „offenen Zugang“ über einen längeren Bauchschnitt. Nach einem solchen chirurgischen Eingriff verlängert sich der Krankenhausaufenthalt. Es kann auch länger dauern, bis Sie Ihre gewohnten Aktivitäten wieder aufnehmen können.

Verhalten direkt nach der Operation
Nach dem Abklingen der Narkose können Sie ein wenig Schmerzen haben, die wirksam mit Schmerzmitteln gelindert werden. Pflegepersonal und Physiotherapeuten ermutigen Sie, das Bett so bald wie möglich zu verlassen und sich zu bewegen. Das ist wichtig zur Vorbeugung von Thrombosen, Atemwegsproblemen und Druckgeschwüren.

Entfernung
In seltenen Fällen kann es notwendig sein, das Band wieder zu entfernen. Dies geschieht auf dem gleichen Weg, wie es eingesetzt wurde: mit der Schlüsselloch Technik. Das Band ist aus einem Spezialmaterial hergestellt. Deshalb besteht nur eine geringe Möglichkeit, daß das Band in den Magen und das umliegende Gewebe einwächst.

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